Die Chakren, sieben Zentren der Lust - Johanna Zrenner
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Die Chakren, sieben Zentren der Lust

Sexualität ist ein besonders Thema!

Ein Thema, mit dem ich mich seit Jahren ( als Sexualtherapeutin, Heilpraktikerin für chinesische Medizin und Tantrika) auf ganz unterschiedliche Art oder Form, in Tiefen des Spürens und Fühlens auseinandersetze, mich und mein Gegenüber erfahre, mir begegne in Dir und mich darin auflöse….

Heute liegt mein Fokus auf den lustverheissenden Chakren.

In altindischen Yogalehren und in der chinesischen Medizin hatte man Kenntniss
von den sieben hocherogenen Zonen, die sich vom Schoß bis zum Scheitel ziehen.
Weit bevor die Medizin den Körper entschlüsselte, stellten sich die Meister der
Chakrenlehre, die Wirbelsäule als innere Kraftsäule des Körpers vor, mit sanft
rotierenden Wirbeln (Chakra = “Rad”), welche die Lust- und Lebensenergie verteilen.

Jedes Chakra kann durch Farben, Edelsteine und Elemente symbolisiert und durch Klang und Töne harmonisiert werden (“das Universum schwingt”, das wird ein weiteres Blog Thema)
Jedes beeinflusst die verschiedenen Quellen der Lust wie die Orgasmusfähigkeit,
die Hingabe oder die erotische Intuition.

Muladhara

Das Wurzel-Chakra. Die Energie des Urvertrauens
Bereits mit seiner Symbolfarbe, einem sinnlichen Rot, verrät das erste Chakra seine erregende Funktion.

Dort befindet sich die Quelle der Lebenskraft und die Basis sexuellen Selbstvertrauens.
Vom Damm bis zum Steiß reicht diese sensible Power-Zone.
Das Wahrzeichen dieses Chakras ist der Rubin, sein Element die Erde mit all ihren
schöpferischen Kräften.

Der Ton:
ein “O”oder “Ö”, wie in Körper. Den tiefsten Ton, den Du hervorbringen kannst, lässt den ganzen Damm vibrieren  und verbindet Dich mit Mutter Erde. Wenn Du möchtest, atme tief ein und “töne” über Dein Wurzelchakra aus, bis Du vollständig ausgeatmet hast.  Du kannst dabei Deine Augen schliessen und sieben Mal “tönen”.

Der Lustfaktor:
Das Muladhara-Chakra schenkt Dir den Mut, Deine körperliche Lust selbstbewusst auszuleben.
Bei Männern ist diese Zone zugleich ein Höhepunkt-Booster. Wenn Du den sensitiven Bereich zwischen Hoden und Anus liebkost, fluten erregende Wellen bis unter den Scheitel, ebenso kannst Du dort ein Orgasmus verhindern.

Die Liebesspiele:
Über den Geruchssinn lässt sich Muladhara subtil verführen. Bei einem Bad, eingehüllt in aphrodisierende Aromen von Vanille oder Zeder, wird Deine Sehnsucht nach Verschmelzung geweckt.
Und diese kann sich in Ekstase verwandeln, sobald Du dieses Chakra direkt berührst.
Kannst Du die reizvoll kreisenden Finger Deines Liebhabers auf dem Steiß spüren, wenn Du ihn als Reiterin bändigst?
Genießst Du die erregende Spannung auf dem Damm, wenn er Deine Pobacken auseinanderzieht ?
Seine Energiezone erreichst Du, wenn Du im Missionar die Beine anziehst, bis Du mit einer Hand seinen Damm erreichen kannst und diesen zart massierst.

Svadhisthana

Das Sakral-Chakra. Die Energie der Lust
Das zweite, “heilige” Chakra wird symbolisiert durch ein kräftiges Orange und das Element Wasser.
Es pulsiert eine Handbreit unter dem Nabel und reicht bis zu den Nieren. Die Nervenbahnen dieser Energiezone steuern die Sexualhormone, den Geschmackssinn, und sind mit dem limbischen Gehirn verbunden, dem Sitz unserer Emotionen.
Nicht umsonst ist der Feueropal Hüter dieses Chakras.

Der Ton:
ein “U”, wie in Schuh, dass den Raum um Deinen Bauchnabel zum klingen bringt, schliesse auch hier( wie immer beim Tönen) Deine Augen und spüre wie sich das 1.mit dem 2. Chakra verbindet,  auch wieder sieben Mal.

Der Lustfaktor:
Als Zentrum der Sinnlichkeit und erotischer Freuden schenkt ein angeregtes Svadhisthana eine tiefe Empfindungsfähigkeit der Genitalien. Wenn Dein Partner Deinen Beckenbereich, besonders durch Fussmassagen, entspannt, fließt Deine Erregung von den Nerven der Klitoris tief in Deine Vagina hinein. Bei den Männern ist der hintere Bereich des Chakras, auf Höhe der Nieren, der “Startknopf” ihrer Libido.

Die Liebesspiele:
Nichts weckt die Energien des Sakral-Chakras so raffiniert wie ein Essen, bei dem Ihr euch gegenseitig mit den Fingern füttert. Das natürlich nackt, um Euch ganz und gar zu Eurer Sinnlichkeit zu bekennen. Als erregenden Zwischengang könnt Ihr Euch gegenseitig mit Chakren-Massagen auf dem unteren Rücken oder den Lenden verwöhnen. Die kreisenden Streicheleinheiten, zb mit warmen Jasminöl, lösen versteckte Spannungen und lassen Eure Lusthormone frei fließen. Zugleich bereitest, Du als Frau, Deine tiefen Venusmuskeln auf die explosive Wirkung der “Sakral-Atmung” vor.

Stelle Dir vor vor, beim Einatmen nicht nur durch Deine Nase, sondern durch Deinen Schoß zu atmen, bis über Dein Schambein und in Dein Svadhisthana hinein. Erst ganz langsam und bewusst und je mehr Erregung sich aufbaut, desto schneller wird Dein Atem…..

Manipura

Das Solar-Plexus-Chakra. Die Energie der Präsenz
Strahlende Augen, betörender Sex-Appeal und eine Ausstrahlung, die jeden fasziniert:
Das dritte Chakra gilt als Stütze Deiner Persönlichkeit und erotischen Identität.
Das auch als”Sonnengeflecht” bekannte Chakra liegt zwei Fingerbreit über Deinem Nabel.
Sein Element ist das Feuer, sein Symbol das kräftige Gelb der Sonne. Glücksstein ist das Tigerauge.
Es soll dafür sorgen, dass wir anderen offenbaren, was wir brauchen.

Der Ton:
ein offenes ” O” wie in Sonne, lass Dein Feuer, mit geschlossenen Augen, strahlen und Dein Chakra sich ausdehnen. Töne sieben Mal und spüre anschliessend die Wärme oberhalb von Deinem Bauchnabel.

Der Lustfaktor:
Als Seismograf Deiner sexuellen Wünsche sorgt Manipura dafür,
dass Du Deinen Bedüfnissen folgst und Dich als sexuelles Wesen fühlst.
Es ist die “Schönheit von Innen”, die entsteht, wenn Du Deine Begierde offen
auslebst.
Nichts ist sexier als eine Frau, die zeigt, was, wen und wie sie es haben will!

Die Liebesspiele:
Um Deine erotische Persönlichkeit zum Strahlen zu bringen, gib Dir immer wieder den Raum, um Dich vom Alltag zu erholen. Streife in Ritualen Dein Alltagsgesicht ab, um Deine Sinnlichkeit zu entfalten. Tanze
zu feuriger Musik, stelle Dir dabei vor, wie begehrende Blicke auf Dir ruhen.
Entdecke die erotischen Feinheiten Deines Körpers, indem Du Dich ganz bewusst und langsam berührst. Halte eine reizvolle Zwiesprache mit Dir selbst.
Wie will ich berührt werden?
Nach welcher Art Liebkosung sehnen sich meine Brustspitzen – zartes Kneifen?
Mein Nacken, will er massiert werden?
Und welche Berührungen wollen meine Lenden spüren?
Je nuancierter Du Dich spüren, desto freier kannst Du Deine Wünsche und Gelüste auch zeigen und aussprechen.

Anahata

Das Herz-Chakra. Die Energie der Liebe

So wie das zweite Chakra das Zentrum der Sexualität ist, gilt das vierte Chakra auf Höhe des Herzens als Bereich der Liebesfähigkeit und des Einfühlungsvermögens.
Es verleiht die Gabe, das Liebesspiel mit Körper und Seele wahrzunehmen.
Sattgrün, manchmal auch Tiefrosa ist die Farbe der Liebesenergie, die frei wie ihr Element Luft fließt.
Anahatas Symbol ist der Jadestein, für Treue und Geborgenheit.

Der Ton:
ein “AH”, wie in Abend.

Erlaube, dass sich Deine Brustraum öffnet und Mitgefühl und Liebe vertrömt, auch wieder sieben Mal.

Der Lustfaktor:
Während die Qualität des Sakral-Chakras darin besteht, die eigene Lust zu erhöhen, ermöglicht das Herz-Chakra, die Wünsche Deines Partners zu entschlüsseln. Durch Deinen Mund, Deine Hände und Dein offenes Herz spürst Du Seine Sehnsüchte. Welche Liebkosung betört ihn?

Die Liebesspiele:
Um einander “mit dem Herzen zu sehen“, könnt Ihr eine minutenlange Umarmung, das Gesicht an die Schulter des anderen gebettet, üben, zeitlich weit über den Punkt hinaus, an dem Ihr Euch sonst voneinander lösen würdet.
In der Lehre der Chakras drehen sich das weibliche und das männliche Anahata entgegengesetzt und finden in der Herzumarmung Harmonie. Entdeckt die Spannungswellen, die Eure Körper dabei durchfluten. Vielleicht wechseln sich zärtliche Liebe und wilde Lust ab. Vielleicht spürt Ihr den Herzschlag Eures Partners, oder Ihr atmet gemeinsam. Bleibt im Spüren und wenns nicht beim ersten Mal klappt, auch das ist Übungssache.

Vishuddha

Das Kehl-Chakra. Die Energie der Kommunikation
Strahlend blau leuchtet die Symbolfarbe des fünften Chakras, dessen Element der Himmel ist.
Es wird vom Aquamarin, Bewahrer der Ehrlichkeit und Verbindlichkeit, unterstützt.
Das Chakra auf der Höhe des Kehlkopfes stärkt Kommunikation und Ausdruckskraft.
Vishuddha ermöglicht, Wünsche zu verbalisieren sowie mit dem Körper zu sprechen.

Der Ton:
ein “E” , oder auch “ÄÄ”, das aus deinem Kehlkopf tönt und Deine Stimmbänder vibrieren lässt, ebenso sieben Mal.

Der Lustfaktor:
Das Vishuddha-Chakra verleiht Deinen Träumen und Fantasien eine Stimme – durch
Dirty Talk oder eindeutige Worte, aber auch mit erotisch unmissverständlichen Gesten und
Blicken.

Die Liebesspiele:
Stelle Dir vor, Du würdest auf die Frage: “Was willst du?” einmal nur mit
Deinem Körper, mit Deiner Kleidung, mit Seufzern und Blicken antworten.
Alle Möglichkeiten Deiner Ausdrucksfähigkeit auszuschöpfen, verstärkt Dein Vertrauen darin, zu Deinen Bedürfnissen zu stehen. Probier Dich aus und nutze dann wieder umso schamloser die Kraft des Wortes.
Ist dieses Chakra weit geöffnet, wirst Du erfahren, dass echter erotischer Austausch nicht nur
Erfüllung, sondern immer neue, gegenseitige Inspiration mit sich bringt.

Ajna

Das Stirn-Chakra. Die Energie der Intuition.
Außerordentliche Kräfte werden dem “dritten Auge” nachgesagt, wie das sechste Chakra über der Nasenwurzel genannt wird. Es verleiht höchste Intuition und grenzenlose Fantasie.
Begleitet von blauen Saphiren, ist sein Element der Nachthimmel. Seine Farbe Indigo symbolisiert die erotische Kraft des Geistes.
In der westlichen Medizin wird Ajna als Unterbewusstsein bezeichnet, in östlichen Lehren als Sitz des tiefsten spirituellen Seins.

Der Ton:
ein “EY” wie im englischen Wort “say”, entspringt in der Mitte Deiner Stirn und steht für klare Gedanken und Intuition, wiederhole den Ton sieben Mal.

Der Lustfaktor:
“Mit allen sieben Sinnen lieben” nennen indische Chakra-Meister die Fähigkeit, sich in den Geliebten ein zu fühlen und hinein zu denken.
Deinem Partern, etwa beim Flirt in sein “drittes Auge” zu blicken und dabei an Sex zu denken, könnte ihm das lustvolle Gefühl geben, dass nur Du allein weisst, was er braucht.

Die Liebesspiele:
Nichts ist heißer, als mit einem klugen, fantasievollen Kopf zu lieben!
Wenn Du Dich noch mehr Deiner gedanklichen sexuellen Kraft bedienen willst, hilft ein “Nächtebuch” Deine Assoziationsfähigkeit zu schulen. Anstatt zu notieren, was real geschehen ist, kannst Du hineinschreiben, was Du gern mal ausleben möchtest.
In Worte gefasste Träume spiegeln Deine erotische Vielfalt, und je genauer Du schreibst, desto eher wirst Du den Moment der sich selbsterfüllenden Prophezeiung herbeiführen.
Auch die Klangfolgen orientalischer Musik besitzen nachweisbar eine anregende Wirkung auf die Intuition, vor allem, wenn Du Dich mit Deinem Geliebten zu den Melodien liebst, ohne zu sprechen.
Deine Wahrnehmung wird, im bezug auf das Sehen, durch die Aktivierung dieses Chakras, geschärft.

Sahasrar

Das Kronen-Chakra. Die Energie der Bindung
Das siebte Chakra öffnet uns dem Himmel und dem “Wir”.
Die Energiezone auf dem Scheitelpunkt stützt die Fähigkeit, sich der Beziehung hinzugeben – und das in so vielen Facetten, wie sein Glücksstein, der Diamant funkelt: als Geliebte, Partnerin, Freundin, Kraftspenderin…

Der Ton:
mit einem “I”, wie in Ski, der höchste Ton, den Du hervorbringen kannst, verbindest Du Dich mit dem Kosmos und allem was ist.

Der Lustfaktor:
Das „Wir-Gefühl“ mag Kontrollverlust mit sich bringen, dafür schenkt es die berauschende Erfahrung, wie sich der innere Horizont erweitert, wenn man etwas von sich, für den anderen, aufgibt.

Die Liebesspiele:
Eine Sensibilisierung des Scheitelpunktes stimuliert die Glückshormone Serotonin und Melatonin.
Diese Qigong-Übung weckt seine Kräfte:
Du liegst mit Deinem Liebsten Scheitel an Scheitel, die Hände  haltet Ihr auf Eurem zweiten Chakra und stellt Euch vor, wie Licht auf Eure Scheitel fällt und durch alle Eure Chakras fließt. Dadurch entwickelt sich eine Paarstimmung, die alle Eure Energiezonen öffnet, um Euch der Liebe und natürlich auch der Lust hinzugeben.

 

Johanna Zrenner
johanna@johannazrenner.com
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