Die Neurochemie der Sexualität - Johanna Zrenner
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Die Neurochemie der Sexualität

Wie wirkt Sex auf unser Gehirn und sind wir wirklich Spielball unserer Hormone?

Dies kann biochemisch als auch bioenergetisch erklärt werden.
Wilhelm Reich war einer der ersten Wissenschaftler, der die Natur und den Sinn des Orgasmus als Entladung eines Überschusses an Energie beschrieb, mit einer gleichzeitigen Befreiung der Gefühlsenergie. Auch erkannte er die negativen Auswirkungen blockierter sexueller Kräfte.
Mit anderen Worten, Orgasmen erzeugen nicht nur Höhepunkte.

Sie können auch starke Nebenwirkungen haben, die erst heute, durch das Erforschen der Hormone, besser erklärbar sind. Hauptfiguren in diesem neurochemischen Zusammenspiel sind Dopamin, das “Belohnungshormon”, Prolaktin, das “Sättigungshormon”, Oxytocin, das “Schmusehormon” und weitere androgene Rezeptoren.

Jedes einzelne nimmt Einfluss auf unsere Stimmung, auf unser Bedürfniss nach Intimität, unseren Eindruck vom Partner, aber auch auf unsere Empfänglichkeit gegenüber allen Arten von Süchten.

Zusätzlich beteiligt an diesem Prozess ist das Stimulanz Phenylethylamin(PEA), das auch in Kakao oder Schokolade zu finden ist und unseren Energiepegel, als auch Stimmung und Aufmerksamkeit erhöht.
So wird, wenn man sich verliebt PEA in grossen Mengen ausgeschüttet, bei einem
PEA Mangel kann es zur Freudlosigkeit und Depression kommen.
Nicht nur PEA erhöht sich wenn wir verliebt sind, auch der Dopamin- und Oxytocinspiegel steigt.

Durch intimen Körperkontakt steigt das Dopamin noch weiter an und bei einem Orgasmus erleben wir eine regelrechte Dopamin “Explosion“.
Wissenschaftler der Universität Groningen verglichen dieses Phänomen mit der
Wirkung von Heroin aufs Gehirn. Tatsächlich ist Dopamin an allen Süchten beteiligt,
auch bei Menschen, die schon längst vergessen haben was Sex ist.

Nach dem Sex sinkt der Dopaminspiegel rapide, bei Männern augenblicklich, bei Frauen etwas
verzögert, das Prolaktin erhöht sich und Oxytocin sinkt ebenfalls.
Durch dieses Hormonungleichgewicht können Verhaltensveränderungen, wie Gereiztheit, Ängstlichkeit bis zur Ablehnung des Partners, auftreten.
Wenn wir frisch verliebt sind, löst der hohe Oxytocinspiegel ein starkes Verbundenheitsgefühl aus. Das aufgrund der Hormonschwankungen einsetzende Tief überwinden wir schnell, mit mehr Sex.
Anfangs facht Sex auch die Lust auf mehr Sex an, doch der starke Wechsel der Dopamin Hochs-und Tiefs können uns auch heftige Gefühlsschwankungen bescheren.

So kann es sein, dass wir im Laufe der Zeit immer weniger am Sex mit unserem Partner interessiert sind, da wir möglicherweise die „Tiefs“ mit unserem Partner assoziieren.
Jetzt beginnt die Zeit, in der wir den Dopaminspiegel mit anderen Genussmitteln auszugleichen versuchen, z.b. mit Essen oder weiteren “Süchten”, vielleicht auch mit einem neuen Geschlechtspartner.

Dopamin sichert die genetische Vielfalt, indem es uns animiert Sex mit möglichst unterschiedlichen Partnern zu haben.

Oxytocin, das „Schmusehormon“ wirkt dem entgegen und verringert die Angst des „verlassen Werdens“ und sorgt für ein starkes Verbundenheitsgefühl. Wenn ein Baby gezeugt wurde, endet der Prolaktinanstieg und die Dopaminausschüttung. Oxytocin sorgt für eine emotional stabile Partnerschaft, in der der Sex langsam seine „Wichtigkeit“ verliert. In der Schwangerschaft und auch nach der Geburt verbindet Oxytocin die Frau immer mehr mit ihrem Baby und der männliche Part fühlt sich oftmals aussen vor.
Wie können wir diese Hormonschwankungen ausgleichen?

Eine harmonische-platonische Beziehung, wäre eine Möglichkeit, allerdings lauert da eine weitere Falle, um unseren Körper gesund zu erhalten, muss auch die rege Produktion unserer Sexualhormone aufrechterhalten werden.
So bin ich wieder bei meinem Thema, Sexualenergie ist Lebensenergie!

Diese feine Energie zirkuliert nicht nur in unserem Meridiansystem sondern ist auch in der Aura spürbar. Wie ekstatisch, wie lebendig ein Mensch ist, hängt von dieser Energie ab.
Ein Lösungsmodel findet man im Tantra.

Wenn Ihr Lust habt und einen Partner:-) probiert einfach mal diese Übung:

– Setzt Euch gegenüber und schaut Euch in die Augen( ins Linke ),

–  versucht den Blick zu halten, ca 3-5 min,

– ohne zu reden oder weg zu schauen,

– nicht starren, einfach nur schauen,

– und atmet gemeinsam.

Wie fühlt sich das an? Und wie geht es Euch?

Johanna Zrenner
johanna@johannazrenner.com
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